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Aloha, Mythos Hawaii

Am Samstag den 12. Oktober klingelte für die Gronauerin und Triathletin der SSG Bensheim Heike Dieteren um 4.00 Uhr der Wecker auf Big Island Hawaii. Es stand die Teilnahme an den legendären Ironman Hawaii (3,8 km schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen) auf dem Tagesplan. Nach einem leichten Frühstück ging es zusammen mit Ehemann Luc zum Pier von Kona, wo um 7.25 Uhr der Start zum Schwimmen erfolgen würde. Die Zeit bis zum Start wurde genutzt für das Auftragen der Startnummer auf den Armen ("Bodymarking") durch eine der 5.000 !! "Volunteers", das Kontrollieren vom Fahrrad, das Merken von den Laufwegen nach dem Schwimmausstieg zum Rad und dann raus zum Radfahren, sowie später der Laufweg nach dem Radfahren zu den Laufschuhen. Dann hieß es sich entspannen und den Gedanken freien Lauf lassen. Um 07.00 Uhr ging es dann gemeinsam mit den anderen 42 Teilnehmerinnen zum Startbereich. Der spätere Sieger Jan Frodeno war da bereits fertig mit der ersten Disziplin und stieg direkt vor der wartenden Heike aus dem Wasser. Der Schwimmstart erfolgte pünktlich um 7.25 Uhr vor den Augen von tausenden Zuschauern. Obwohl es einen ordentlichen Wellengang gab, konnte Heike die 3,8 km in sehr ordentlichen 1 Stunde und 22 Minuten zurücklegen.

Das war Platz 20 in Ihrer Altersklasse. Das Salzwasser wurde abgeduscht, die Sonnencreme aufgetragen mit Hilfe der Volunteers und dann ging es auch schon auf der 180 km Radstrecke mit 1700 Höhenmetern. Heike konzentrierte sich auf sich und konnte in der vom Bensheimer Bikefitter Lloyd Thomas (Cyclefit https://www.cyclefit.de ) ausgemessenen aerodynamischen Sitzposition ordentlich in die Pedale treten. Obwohl ab dem Wendepunkt bei Hawi der berüchtigte Mumuku Wind mit 40 km/h für die nächsten 30 km ins Gesicht blies konnte Heike die angepeilte Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Km/h lange halten. Sie arbeitete sich langsam vor und beim Start zum Laufen war Sie bereits auf Platz 11 nach 6 Stunden 30 Minuten auf dem Rad.

 

Doch dann kam mit dem Laufen Ihre schwächste Disziplin. Und die Laufstrecke hatte es in sich: Temperaturen über 30 Grad, Luftfeuchtigkeit 70%, 42 km und 300 Höhenmetern. Schon bald machte sich die Radbelastung bemerkbar und nach 10 km mussten schon erste Gehpausen eingelegt werden, was aber auch gestandenen Profis wie dem 2. von 2017 Lionel Sanders in diesem Rennen passierte. Mental wurde es jetzt auch sehr schwer. Außerhalb vom Startort Kona wurde auf dem Highway gelaufen, einsam und heiß. Es gab nur Meilenangaben, nach jeder Meile gab es eine Verpflegungsstelle mit Wasser, Eiswürfeln und vor allem Heikes Lieblingsgetränk des Tages: ein Cocktail aus ein isotonisches Getränk, Cola und Redbull. Das angebotene Wasser wurde immer zur Kühlung über den Kopf ausgekippt. Im sogenannten Energy Lab nach Kilometer 26 trat die Dunkelheit ein. Der Vollmond sorgte für das einzige Licht auf der Strecke, Blinklichter an der Startnummer für Sichtbarkeit. Immer wieder notwendige Gehpausen sorgten für einen nicht enden wollenden Marathon. Als dann aber der berühmte Zielkanal auf dem Ali Drive, der gesäumt wurde von tausenden Zuschauern, auftauchte und der Sprecher Heike nach 14 Stunden und 10 Minuten Daueranstrengung begrüßte mit den Worten: Heike Dieteren from Germany - You are an Ironman, war die Erleichterung und das Glück sehr sehr groß. Heike wurde sehr gute 19. unter den besten Triathletinnen der Welt. Die Medaille wird einen Ehrenplatz im Hause Dieteren bekommen als Erinnerung an einem Mythos - der legendäre Ironman von Hawai 2019.

Foto: Luc Dieteren

16.10.2019  |  Abteilung Radsport

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